Hochschule Esslingen: 100 Jahre Maschinenbau an der Hochschule Esslingen am 23. Mai 2014

In Esslingen sitzen viele Unternehmen, die im Maschinenbau Weltmarktführer sind. Ihre Anfänge findet man im 19. Jahrhundert. Diese Unternehmen benötigten immer mehr Fachkräfte. Deshalb war die logische Konsequenz und auch die Anforderung der Politik vor 100 Jahren, Maschinenbauer auszubilden, die in dieser Region den Maschinenbau weiter vorantreiben. Sie sollten nicht nur hämmern, schweißen und sägen sondern auch entwickeln, konstruieren und produzieren und alle Ingenieurskompetenzen erlernen. „Maschinenbau ist die Mutter der Industrie. Ohne Maschinenbau gibt es keine Mobilität, keine Lebensqualität, kein Handwerk, keine Immobilie. Letztendlich leben wir von ihrer Ingenieurkompetenz“, sagt EU-Kommissar Günther Oettinger vor rund 250 Gästen aus den Unternehmen, Wirtschaft, Politik und der Hochschule bei den Feierlichkeiten zum 100-jährigen Jubiläum der Fakultät Maschinenbau an der Hochschule Esslingen.

 

Die Idee, die Abteilung der Maschinenbauer nach Esslingen zu verlegen, kam dem Esslinger Feilenfabrikant Paul Dick. Nach jahrelangem Tauziehen gelang es letztendlich im Zusammenspiel mit der Stadt Esslingen, dem Württembergischen Ingenieurverein und einer Bürgerinitiative, dass der Fachbereich Maschinenbau nach Esslingen verlegt wurde. Oberbürgermeister Dr. Jürgen Zieger ist sich dieser Tatsache bewusst und froh, dass seine Stadt eine Hochschule hat, die ein Stück Industriegeschichte geschrieben hat. „Auch die Weltmarktführer aus der engeren Region stehen in enger Verbundenheit zur Hochschule Esslingen. Sie ist Kaderschmiede für den Maschinenbau. Es hätte kaum einen besseren Ort geben können, um diese Hochschule anzusiedeln.“, so Zieger.

Diese Meinung vertritt auch Ingo Rust, Staatssekretär des baden-württembergischen Finanz- und Wirtschaftsministeriums. Dabei spricht er ganz aus eigener Erfahrung, denn auch er hat Maschinenbau „am Stall“ studiert, wie die Hochschule in Esslingen liebevoll genannt wird. „Die herausragende Innovationsfähigkeit und Kompetenz im Maschinenbau ist maßgebend für die ganze Industrie in unserem Land. Eine solch leistungsfähige Institution wie die Fakultät Maschinenbau der Hochschule Esslingen könnte daher nicht besser platziert sein als in Baden-Württemberg“, sagt Ingo Rust.

Parallelen zieht Rektor Dr. Christian Maercker zwischen gestern und heute. „Viele Probleme bleiben gleich, wir müssen immer wieder neu damit umgehen.“ So wurden zu Beginn des 20. Jahrhunderts Fachkräfte aus England angeworben. „Wir müssen uns den Herausforderungen stellen und Veränderungen mutig entgegensehen.“ Dr. Steffen Greuling, Dekan  der Fakultät Maschinenbau, fügt hier zum Ende des Festaktes an: „In Esslingen studieren heißt, dass die Studierenden der Hochschule Esslingen in einer ganz prädestinierten Region studieren können. Sie haben eine große Auswahl an Firmen – das ist etwas ganz besonderes.“

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