Mit Integrated Industry machen wir von SEW-Eurodrive bislang nicht erreichbare Produktionssteigerungen möglich.

Der Begriff Integrated Industry steht für ein visionäres Konzept, das gegenwärtig in der Automatisierungsbranche jede Menge Diskussionsstoff liefert.

Die zukünftigen SEW-Schwerpunkte von Integrated Industry lassen sich wie folgt beschreiben:

 

  •        Intelligente Kommunikationsnetzwerke, die Informationen mit intelligenten Umgebungen, austauschen und entsprechende Dienste bereitstellen
  •        Erhöhung des Softwareanteils in klassischen mechanischen u. mechatronischen Produkten
  •        Verzahnung von Maschinen-, Anlagenbau, Automatisierung und IKT
  •        Durchgängige IKT-Nutzung für Kunden, Lieferanten und Geschäftspartner
  •        Vermeidung eines Daten-, Informations- und Funktionsüberangebots
  •        Intelligente Automatisierung mit dem Ansatz konfigurieren und parametrieren anstatt programmieren

Die primären Ziele der SEW-Eurodrive sind die Flexibilisierung der Produktion und die Steigerung der Produktivität durch den dezentralen Einsatz vernetzter maschineller Intel¬ligenz. Wie ein unsichtbares Nervennetz wird zukünftig Automatisierungstechnik die gesamten Produktionsanlagen durchziehen.

So logisch die Entwicklung von „Integrated Industry“ auch klingt, einige wirtschaftliche und technologische Hürden müssen auf dem Weg dahin noch überwunden werden. Die Kennzeichen der zukünftigen Form der Industrieproduktion sind die starke Individualisierung der Produkte unter den Bedingungen einer hoch flexibilisierten Großserienproduktion.

Für die Entwicklung der dafür notwendigen Produkt- und Konzeptlösungen hat SEW-Eurodrive heute mit der Geschäftsfeldeinheit Maxolution eine wichtige Voraussetzungen geschaffen, denn nur durch die Zusammenarbeit von Entwicklern, Automatisierer und Informatikern entstehen intelligente Systeme für Integrated Industry.

Aus starren Förderstrukturen wird ein Schwarm mobiler Systeme

Die Umsetzung von Integrated Industry ermöglicht einen Paradigmenwechsel im Management der Produktentstehungs- und Wertschöpfungskette. Starre Produktionsstrukturen werden in den Fabriken aufgelöst und zu aktiven, autonomen und sich selbst-organisierenden Produktionseinheiten entwickelt. Dafür sind fahrerlose Transportfahrzeuge oder englisch Automated Guided Vehicle (AGV) erforderlich. Ein AGV  ist ein flurgebundenes Fördermittel mit eigenem Fahrantrieb, das automatisch gesteuert und berührungslos geführt wird. Fahrerlose Transportfahrzeuge dienen dem Materialtransport, und zwar zum Ziehen oder Tragen von Fördergut mit aktiven oder passiven Lastaufnahmemitteln.

Die Fahrerlosen Transportsysteme (FTS) sollen Stetigfördersysteme dort ersetzen, wo ein hohes Maß an Flexibilität und Wandelbarkeit gefragt ist. Im Gegensatz zur traditionellen Stetigfördertechnik transportiert nun eine Vielzahl kleiner, baugleicher und kostengünstiger autonomer Transportfahrzeuge die Kleinladungsträger. Typische Anwendungsgebiete sind kleine und mittlere Distributionszentren oder Produktionsbetriebe.

Interessant für den Anwender ist das System insbesondere dann, wenn die Verknüpfung von Transportquellen und -senken flexibel gestaltet werden soll, die Transportleistung an stark schwankende Bedarfe angepasst werden muss oder wenn die Fläche zwischen Lager und Bedarfsort nicht dauerhaft durch Stetigfördertechnik verbaut werden soll.

SEW hat die Entwicklung frühzeitig erkannt und realisiert aktuell eine AGV-Reihe, die auf einem kostengünstigen  Baukastensystem aufbaut und eine schlanke Herstellung nach dem „Lean Manufacturing“-Prinzip ermöglicht. So entstehen echte High Tec-Lösungen für Integrated Industry, die einfach und kostengünstig eingeführt, zuverlässig im täglichen Betrieb beim Kunden eingesetzt und jederzeit an geänderte Bedingungen angepasst werden können.

Standardisierung wird der entscheidende Faktor

Die IT wird zu einem zentralen Element der integrierten Automationstechnik. Innovativ wird es dann, wenn integrationsfähige Echtzeitsysteme eingesetzt werden, die für Transparenz in den Prozessen sorgen. Sie geben relevante Echtzeitinformationen bis hinauf in die Unternehmensleitebene zur Unternehmenssteuerung. Gefordert sind hierbei neben einer Optimierung der Einzelsysteme vor allem die verstärkte Verzahnung der Hard- und Softwaresysteme.

Durch die umfassende, vernetzte Kommunikation zwischen Menschen, Maschinen, „intelligenten Produktionsobjekten“ und Unternehmenssoftwaresystemen werden durchgängige Kommunikations-standards erforderlich.

Nur eine eindeutige Interpretation von Informationen kann in einem umfassenden Produktionsnetzwerk, in das unzählige, unter¬schiedliche Leistungseinheiten integriert sind, zu einem harmonischen Zusammenspiel für effektive und effiziente Prozesse führen. Alleine diese Tatsache macht deutlich, dass neben der technischen Umsetzung von Informationsaustausch noch eine gewaltige Anstrengung im Bereich der Standardisierung des Informationsaustauschs erforderlich sein wird. Mehr noch, auch umfassende und nachhaltige Sicherheitskonzepte und –lösungen sind in diesem Kontext zu entwickeln, um die Produktionsprozesse nicht nur zu ermöglichen, sondern auch sicher durchführen zu können.

SEW-Eurodrive ist in allen wichtigen Normierungsgremien vertreten. Denn wir sind nur dann erfolgreich, wenn wir die Standards mitbestimmen.

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