Festo AG: Zum Wände hochklettern

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Ausgefallene Ideen beim Wettbewerb „Productivity Contest“ von Festo prämiert

Siegerehrung auf der Hannover Messe: Dazu waren die drei Preisträger des Festo Productivity Contest – aus Deutschland, Ungarn und Indien – vergangene Woche zu einem mehrtägigen-Messebesuch eingeladen. 17.000 User haben sich die 24 eingereichten Videos der ausgefallenen Automatisierungslösungen auf Facebook angesehen.

Tüftler aus aller Welt, die elektrische und pneumatische Automatisierungsprodukte von Festo nicht nur beruflich nutzen, sondern auch in ihrer Freizeit damit Anlagen aufbauen, haben Videos auf der Facebook Fanpage von Festo hochgeladen. Es waren kreative Entwicklungen und Konstruktionen, die das Leben leichter machen oder einfach nur Spaß bringen.

Der Sieger Thomas Ullrich aus Augsburg entwickelte eine Einschenkmaschine für Hefeweizenbier, die sogar das übermäßige Aufschäumen im Bierglas unterbindet und die gute Hefe mit mehreren gekonnten Drehungen im richtigen Moment aus der Flasche löst und präzise ins Glas fließen lässt. Der zweitplatzierte Ungar Bálint Füvessy beschäftigte sich mit einem automatisierten Weinöffner und der Drittplatzierte, Ajith Anil Meera aus Indien, ließ einen Roboter die Wände hochklettern.

Anlagen nach dem Lego-Prinzip

Kleinere Chargen und unterschiedliche Produktarten auf einer Anlage – auf diese Markterfordernisse müssen sich jetzt immer mehr Hersteller in den Prozessindustrien einstellen. Anlagen nach dem „Lego-Prinzip“ sind darauf die richtige Antwort. Je nach Bedarf fügen Anwender Module hinzu oder klemmen sie ab. Das funktioniert aber nur mit modularer Automation. Die Automatisierungsplattform CPX von Festo ist dafür der zentrale Baustein – ganz nach dem Motto „Numbering-up statt Scale-up“.

Flexible und modulare Produktionsanlagen erfordern autarke intelligente Units. Hier führt der Weg von Prozessindustrie und Fertigungsindustrie zusammen – und damit auch die Ansätze der Industrie 4.0, der vierten industriellen Revolution. Die Digitalisierung und Vernetzung ermöglicht es, automatisierte Module auf der Feldebene einfach und zuverlässig mit einem übergeordneten Leitsystem zu verbinden und gleichermaßen die Kommunikation untereinander herzustellen – genauso wie Lego-Steine einfach ineinander geklickt ein festes, aber dennoch flexibles Gefüge ergeben.

Modular und intelligent

Zukünftige Anlagen werden in Modulen aufgebaut sein. Jedes Modul trägt in sich die vollständige Automation, die es für die Abarbeitung seines eigenen Prozesses benötigt. Die Automation könnte auch ein zentrales Leitsystem übernehmen. Ein Leitsystem ist jedoch für modulare Anlagen mit der Forderung des einfachen Austausches einzelner Module nicht ausgelegt. Verfahrenstechnische Module benötigen aber eine kleine, anpassbare und autarke Automatisierung.

Durch die Umsetzung dezentraler, intelligenter Lösungen in den einzelnen Modulen entfällt die Neuprogrammierung und -konfiguration der Applikationssoftware. Die Module können mit niedrigstem Aufwand in die automatisierungstechnische Gesamtlösung der Produktion integriert werden. Damit kann man eine Vielzahl automatisierter Module der Anlage beifügen, ohne die Automatisierungstechnik der Gesamtanlage ausbauen zu müssen. „Es geht darum, Anlagen einfach erweitern oder modifizieren zu können, um nicht sofort in großtechnische Anlagen gehen zu müssen, eben Numbering-up statt Scale-up“, erklärt Dr. Eckhard Roos, Leiter Key Account und Industry Segment Management Process Automation bei Festo.


Vorteile fürs Engineering

 

Das sind aber nicht die einzigen Vorteile der modularen Automation. Für eine komplette prozesstechnische Anlage ermöglicht der Einsatz von Modulen, das Engineering zu beschleunigen und kostengünstiger zu gestalten, da man nicht das gesamte Automatisierungskonzept bei Erweiterungen der Gesamtanlage anpassen muss, sondern nur die automatisierten Module an das Managementsystem anschließt. Damit ist eine reibungslose Kommunikation zwischen den verschiedenen Ebenen der Automatisierungspyramide gewährleistet.

Zukünftige Anlagen werden in Modulen aufgebaut sein. Jedes Modul trägt in sich die vollständige Automation, die es für die Abarbeitung seines eigenen Prozesses benötigt. Die Automation könnte auch ein zentrales Leitsystem übernehmen. Ein Leitsystem ist jedoch für modulare Anlagen mit der Forderung des einfachen Austausches einzelner Module nicht ausgelegt. Verfahrenstechnische Module benötigen aber eine kleine, anpassbare und autarke Automatisierung.

Durch die Umsetzung dezentraler, intelligenter Lösungen in den einzelnen Modulen entfällt die Neuprogrammierung und -konfiguration der Applikationssoftware. Die Module können mit niedrigstem Aufwand in die automatisierungstechnische Gesamtlösung der Produktion integriert werden. Damit kann man eine Vielzahl automatisierter Module der Anlage beifügen, ohne die Automatisierungstechnik der Gesamtanlage ausbauen zu müssen. „Es geht darum, Anlagen einfach erweitern oder modifizieren zu können, um nicht sofort in großtechnische Anlagen gehen zu müssen, eben Numbering-up statt Scale-up“, erklärt Dr. Eckhard Roos, Leiter Key Account und Industry Segment Management Process Automation bei Festo.