Industrie 4.0 in der Praxis

Mechatronik (IGT-Verlag) vom 29.10.2013 (online)

Industrie 4.0 in der Praxis

 

Landesnetzwerk Mechatronik BW

Industrie 4.0 in der Praxis

Rund 80 Teilnehmer besuchten den am 22. Oktober 2013 in Pliezhausen vom Landesnetzwerks Mechatronik veranstalteten Innovation Day. Unter dem Thema „Industrie 4.0. Intelligente Maschinen – vernetzte Produktion“ wurde in den Räumen des Softwareunternehmens iT Engineering diskutiert.

Anhand zahlreicher Beispiele verdeutlichte sich, wie Software und Webanwendungen heute Maschinen intelligenter machen. Die „Umgebungsintelligenz“, so Andreas Bildstein vom Fraunhofer IPA, werde mit Initiativen wie der Manufacturing Cloud „Virtual Fort Knox“ geschaffen. Über die nach höchsten Standards gesicherte virtuelle Plattform können Fertigungsunternehmen Software-Apps beziehen. Auf diese Weise werden sie beispielsweise in die Lage versetzt, ihre IT der aktuellen Auftragslage anzupassen. Ulrich Doll, Leiter Forschungskoordination der Homag Holzbearbeitungssysteme, zeigte, wie Werkstücke, die mit der Maschine kommunizieren, den Grad der Selbststeuerung der Produktion erhöhen. Dr. Jan Kotschenreuther, Director IT & Engineering Tools beim Werkzeugmaschinenhersteller MAG IAS, erläuterte, wie sich die Perspektive des Produzenten von der Maschine zunehmend auf das komplexe Produktionsumfeld erweitert.

Ein wichtiger Aspekt in diesem Zusammenhang sei beispielsweise die Energieeffizienz. Dazu hat MAG ein Online-Energie-Monitoring-Werkzeug entwickelt, das den Verbrauch über mobile Endgeräte visualisiert. Auch die Rolle der MES-Systeme in der Fertigung stand im Fokus. Die unter dem Begriff Industrie 4.0 zusammengefassten Innovationen würden ein Umdenken in der Aus- und Weiterbildung im Bereich Mechatronik fordern. Professor Thomas Stocker, Hochschule Esslingen: „Interdisziplinäre Kompetenzen sind gefragt und Unternehmen werden zu Bildungspartnern der Hochschule.“ So kooperiert die Hochschule Esslingen am Standort Göppingen im Bereich der dualen Ausbildung derzeit mit rund 20 Unternehmen. Dr. Rainer Stetter, Geschäftsführer von ITQ (Softwareengineering und interdisziplinäres Projektmanagement), plädierte dafür, die Rolle der Softwareentwicklung im Maschinenbau massiv aufzuwerten und die Software-Entwickler frühzeitig in Projekte einzubeziehen. (uk)

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