Vorsicht, es geht um Innovation!

Industrieanzeiger (Konradin-Mediengruppe), Ausgabe 07/2013

Vorsicht, es geht um Innovation!

 Landesnetzwerk Mechatronik BW initiiert Veranstaltungen mit Vernetzungspotenzial

Vorsicht, es geht um Innovation!

Eine Veranstaltung, vor der man warnen muss: die „Mechatronic Dialog Karlsruhe“ am 20. Juni. Denn sie will die Teilnehmer
so mit Impulsen überschütten, dass sie kaum anders können, als vor Ort erste Schritte zur Innovation zu tun – die Agenda
trägt die Handschrift des Landesnetzwerks Mechatronik BW.

Wer bloße Wissensvermittlung will, wird von Karlsruhe enttäuscht sein. Auf seine Kosten kommen wird aber, wer neue Ideen sucht, sie zügig in Innovationen umsetzen will und dabei auch nicht vor der Zusammenarbeit mit Partnern zurückschreckt. Optimal, wenn der oder die Teilnehmende auch noch eine Position im Unternehmen bekleidet, die es erlaubt, schnell Entscheidungen zu treffen.
Dieses Bild von der „Mechatronic Dialog 2013“ am 20. Juni haben jedenfalls die Akteure Schiek und Färber von der Landesnetzwerk Mechatronik BW (LMBW) GmbH, die den Kongresstag im Auftrag der Hochschule Karlsruhe gestalten. „Wir präferieren Face-to-Face-Gespräche“, betont Rainer Färber, Innovationsmanager und Marketingleiter beim LMBW. „Wir gehen direkt auf die Firmen zu und sprechen sie als neutrale und vertrauenswürdige Ansprechpartner auf mögliche
Hemmnisse oder Probleme an.“ Deswegen

Das Ziel: Mechatronische Innovationen zügig auf den Weg bringen

ist die Kongressmesse auch als Veranstaltung „nicht in der üblichen Form“ geplant. „Und wir haben aufrüttelnde Vorträge“, verspricht Volker Schiek, Geschäftsführer des Netzwerkes LMBW.
Das Ziel ist klar: Innovationen zu initiieren oder womöglich sogar zu erzwingen durch drastisches Verkürzen des anstrengenden Weges dorthin. Ein Experiment, das in die zweite Runde geht in diesem Jahr und dessen Gelingen ganz und gar von der geplanten Struktur und der Kongressführung durch den Tag hindurch abhängig sein wird.
Ein Blick ins Programm, an dem noch gefeilt wird: Der inhaltliche Teil beginnt mit einem Keynote-Vortrag von Wulf Höflich, Chief Intellectual Property Officer der EADS, über die Vision Mechatronik – „how to take off“.
Es folgt Modul 1, „Zukünftige Produktion“:
Nach einem Impulsvortrag über „Industrie 4.0“ durch Prof. Bauernhansl (Uni Stuttgart) und Dipl.-Ing. Soder (SEW-Eurodrive) sowie zwei weiteren Impulsvorträgen starten halbstündige Gruppen-Dialoge, in denen mit den Referenten diskutiert wird. Hier bietet sich die Chance, unternehmensspezifisch an das Thema anzuknüpfen. „Jeder Redner geht dazu mit seinen Interessenten in einen separaten Raum“, erläutert Färber, abschließend wird im Plenum ein Resümee gezogen.
Ähnlich werden die zwei Module „E-Mobilität“ und „Medizintechnik“ abgearbeitet, bis es (in Modul 4) zu „Speed Presentations“ der anwesenden Firmen kommt – mit Dialogmöglichkeiten auf deren Demoständen. Den Abschluss bilden ein „Students Forum“, ein Fazit und die Abschlussveranstaltung.
An der ersten Veranstaltung in dieser Form hatten im Vorjahr 250 Personen teilgenommen, Rainer Färber erwartet in diesem Jahr bis zu 400 interessierte Teilnehmer.
Von ähnlicher Aufbruchstimmung geprägt wie die Mechatronic Dialog ist auch das „KSK Produktionforum 2013“, das am
29. April bei Emag in Salach stattfindet. Mit dem Titel „Industrie 4.0 – die industrielle Revolution ist mehr als nur reine Theorie“ unterscheidet es sich aber nicht nur im Thema, sondern auch dadurch, dass Firmen Ergebnisse vorstellen – und zwar Ergebnisse „schon von der Veranstaltung im Vorjahr“, wie Volker Schiek betont. Das Schlagwort Industrie 4.0 gibt die Richtung vor: Beim Produktionsforum geht es darum, wie besonders kleine und mittlere Unternehmen den Trend zur starken Individualisierung der Produkte unter den Bedingungen einer hoch flexibilisierten Großserien-Produktion hinkriegen.
Kostproben: Andreas Grupp von Teufel Software spricht über „Smart Production“, Wolfgang Rummel von Emag über „Effizienz durch Industrie 4.0“ und Christoph Rössner von Kurt Prinzing referiert über den „Mehrwert durch Industrie 4.0 im Maschinenbau und der Automatisierung“.
Das LMBW hat sich im letzten Jahr übrigens selbst stark optimiert und eine eigene Dienstleisungs-GmbH gegründet. „Wir wollen Anlaufstelle für die Probleme der Firmen sein und ihnen konkreten Nutzen bieten“, erläutert Volker Schiek diesen Schritt. Acht Dienstleistungsmodule gibt es: Coaching für Entwicklungsprojekte, Vermitteln von Kooperationspartnern und von Fachexperten, Strategien realisieren, Patentmanagement, Veranstaltungen, Drittmittelberatung und Produktdesign/Innovationsmanagement.
Dienste, die überwiegend von kleineren Firmen nachgefragt werden. Das LMBW hilft sogar bei deren Finanzierung, zum Beispiel durch „Innovationsschecks“. So können „Initialworkshops“ dazu führen, dass „Potenziale für innovative Projekte und Initiativen aufgedeckt werden“, erklärt Rainer Färber.
Und Volker Schiek verweist auf die acht Innovationsmanager aus unterschiedlichen Kompetenzfeldern, die dem LMBW stundenweise verpflichtet sind, als wirksamste Helfer für Fortschritte: „Die haben kein finanzielles Eigeninteresse und keine Zeit. Die wollen nur Win-Win-Konstellationen herstellen. Und damit erhalten wir eine unglaubliche Innovationsgeschwindigkeit.

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