Internationales Forum Mechatronik 2013 in Winterthur (Schweiz) - Mehr als nur ein Forum!

Internationales Forum Mechatronik 2013 in Winterthur (Schweiz) - Mehr als nur ein Forum!

Vom 30. – 31. Oktober trafen sich in Winterthur (Schweiz) annähernd 200 Fachleute aus Deutschland, Österreich und dem Gastgeberland Schweiz sowie aus Ländern wie Spanien und der Slowakei. Vielfältige Themen aus der Medizintechnik, Sensorik, Energie- und Ressourceneffizienz, Prüf- und Assistenzsysteme aber auch der Robotik sowie Methodik kamen zur Sprache. Namhafte Referenten aus Forschung und Industrie präsentierten die neuesten Entwicklungen aus den Laboren und F&E-Abteilungen.

 

Das Fachpublikum erhielt interessante Einblicke in die Medizintechnik, wie das länderübergreifende Projekt „Robo-Mate“ über die Entwicklung von Exoskeletons unter der Leitung der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften, respektive der School of Engineering in Winterthur, bis hin zum mechatronisch gesteuerten Gleichgewichttrainingsgerät namens „Posturomed“, das auch in der Zwischenzeit bei den Vorbereitungen der Astronauten seine Verwendung findet.

Die Robotik und deren Assistenzsysteme fand ebenso hohen Anklang, nicht nur in Sachen kollisionsfreier Bewegung mit Hilfe von 3D-Kameradaten sondern auch die Zukunft der Mensch-Roboter-Kollaboration in der industriellen Montage. Knapp 40 Vorträge bildeten den Umfang an 2 Tagen, die rund um die Mechatronik einen branchen- und disziplinübergreifenden Einblick erzielten.

Das Landesnetzwerk Mechatronik BW (LMBW) als Mitveranstalter des Internationalen Forum Mechatronik bot deren Mitglieder Programmbeiträge an und dies wurde auch entsprechend genutzt. So war die Hochschule Esslingen, Standort Göppingen, mit der Fakultät „Mechatronik“ in Kooperation mit der Universität Freiburg durch das „Posturomed“ vertreten und Herr Dr. Rogalski, Innovationsmanager des LMBW, berichtete über die neuesten Erkenntnisse rund um „Product Intelligence“ in Produktionssystemen zur Steigerung der Energie- und Ressourceneffizienz mit Hilfe des Methodenbaukasten ecoFLEX. Er erlaubt automatisiert energetische Auswertungen für verschiedenste Analyseanforderungen in der Produktion und ist branchenübergreifend verwendbar. Dazu werden diverse Maschinenparameter wie Bearbeitungsaufträge, Auslastungen, Energie- und Ressourcenbedarfe innerhalb der Produktion erfasst und durch eine lernende Datenanalyse energieverbrauchsbezogene Leistungs-profile für einzelne Bearbeitungsoperationen abgeleitet.

Nicht nur die Beiträge sondern auch die Ausstellung fand regen Anklang, da so namhafte Unternehmen wie unter anderem Festo, Sigmatek, Schunk, Maxon Motor oder Linktronix ihre Leistungsstärke präsentierten. Selbst direkt vor Ort konnte man sich von der Kompetenz ansässiger Firmen überzeugen. Führungen bei Katadyn AG, weltweite Nummer 1 für individuelle Wasserreinigungssysteme und –produkte, oder Stadler Rail, ein Schienenfahrzeugunternehmen, welches modulare Zugvarianten für den Nah- und Fernverkehr entwickeln und produzieren, wie auch die Zimmer GmbH, führender Anbieter von Medizintechnikprodukten im Bereich Orthopädie, rundeten das vielfältige Programm ab.

Rege Gespräche mit den ausstellenden Firmen und deren Spezialisten, genauso wie das typische Netzwerken bei solch einer Veranstaltung führte zu neuen Kontakten, Ideen und Kooperationen.

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